Historie |
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Vom mittelalterlichen Friedhof zum "DOMINO" Zum 30.Jubiläum vom 29.11.2010 zeigt eine Zusammenfassung die Geschichte unseres Hauses. Dem Haus "Zum oberen Wacholderbaum"Erstmalige urkundliche Erwähnung des oberen Wacholderbaumes findet sich in einem Kaufvertrag aus dem Jahre 1839 , datiert anno 1659. Bekannt ist aus noch älteren Quellen , dass vor der Erbauung des stolzen Bürgerhauses östlich der heutigen Safrangasse ein städtischer Friedhof lag, wo die Toten des mittelalterlichen Schaffhausen ihre letzte Ruhestätte fanden. Dabei handelte es sich nicht, wie es aus der Gerüchteküche tönt, um einen Kinderfriedhof. Da in jenen Zeiten die Kindersterberate vielfach höher lag als heute, lässt sich daraus die hohe Anzahl an Kindergebeinen ableitend erklären. Ein Ort voller Mystik Diese Tatsache mag noch heute dazu beitragen, der von der Sonnenbestrahlung nicht gerade verwöhnten Gasse einen Hauch des Mystischen und des Unbehagens zu versetzen. Doch gerade diese faszinierende Düs- terheit macht aus der Umgebung des "DOMINO" & fast der gesamten Repfergasse eine nicht wegzudenkende Bereicherung für Schaffhausen, mit seinem sonst eher kleinstädtischen Charakter.Nun aber wieder zurück zu den Wurzeln: Die Jahreszahl 1660 gilt laut Säuleninschrift als eigentliches Fetigungsjahr des Gebäudes, das einst zwischen dem Barfüsslerkloster und der Mauer der Klosters St.Agnes sein Domizil fand. Dass Nachbarstreitigkeiten durchaus kein Phänomen unserer modernen Zeit sind, beweisen unzählige nie- dergeschriebene Klagen. Ab dem Jahre 1839 befand sich nämlich im Erdgeschoss des Oberen Wacholder- baumes ein Stall mit Mistgelege und dem dazugehörenden "Duft", der zu den besagten Streitigkeiten führte. Im Jahre 1919 erwarb der Baumeister Giner das Haus "Zum oberen Wacholderbaum" mit der Bewilligung des Regierungsrates, eine Wirtschaft darin zu führen. Da Giner während des erforderlichen Umbaus Pleite ging , übernahm der ehemalige Besitzer die Altstadtliegenschaft wieder und eröffnete im Jahre 1920 eine Wirtschaft. Der Ursprung zum heutigen Ausgangsmagneten "DOM" war geboren. Das Rossbollencasino Bis zum heutigen Erscheinungsbild musste das Lokal aber noch einige, vor allem politische Hürden in Angriff nehmen. So wurde zum Beispiel 1941 ein Gesuch zur Führung einer Gartenwirtschaft während der Sommermonate und 1942 und 1943 ein so genanntes "Tanzgesuch" abgelehnt. Rückblickend auf den eins- tigen Pferdestall, betrieb Herr Hermann Kobi in den Jahren 1949 bis 1953 das "Rossbollencasino". ...... Am 19.Januar 1954 tauchte der Name "DOMINO" erstmals in einem Gesuch zur Namensänderung von Herrn Heinrich Meierhofer auf. Aus dem Originaldokument: "In Anlehnung an den bekannten und anerkannt besten Spielbetrieb im Hause Trübll in Winterthur habe ich mich entschlossen diesen Gewerbenamen zu übernehmen und den neuen Betrieb "Bar - D O M I N O" zu nennen." Das Begehren Meierhofers,den Wacholderbaum umzubenennen, wurde mit dem Kommentar, dass sich die Liegenschaft Repfergasse 17 in einem Altstadtquartier befindet, in welchem sich die vorgesehene Benennung nicht gut machen würde, kurzerhand abgelehnt. Jedoch gestattete man dem Gesuchsteller als Untertitel die Aufschrift "Bar Domino" beizufügen. 1954 erschien an der gleichen Örtlichkeit dann der Name "Hotel Garni" und 4 Jahre später wurde das Lokal zum Restaurant-Bar-Dancing ausgebaut, welches durch zwei Kegelbahnen im Keller aufgewertet wurde. In der Gerüchteküche wird gemunkelt, dass die acht- zehn vorhanden Schlafplätze in den Obergeschossen nicht nur "rein gastronomischen Zwecken" dienten... Der Betrieb, der sich von der einfachen Wirtschaft zum Dancing entwickelt hatte, befriedigte die räum- lichen Ansprüche nicht mehr. Durch einen Neuaufteilung der Räumlichkeiten im Untergeschoss fand schliesslich auch noch ein Spielsalon Platz, wo die Gäste sich mit Fortuna anlegen konnten. Patent entzogen Nach wiederholter Umgestaltung und Vergrösserung des bereits allgemein bekannten "Domino" zählt das Jahr 1974 zu den düsteren Kapiteln seiner abwechslungsreichen Laufbahn. Durch Rauschgiftdelikte wurde dem damaligen Betreiber das benötigte Patent entzogen. Mit der Vergrösserung der Wirtschaftsfläche im August des Jahres 1988 wurde der Grundstein zum "D O M I N O" gelegt, wie man es heute noch mit seiner einzigartigen Atmosphäre kennt. |
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